Energiesparen macht Schule

In Ahlen startete am 01.05.2017 an 16 Schulen und 4 Kitas ein nutzerorientertes Projekt („Energiesparen macht Schule“), das vom BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) unterstützt wird.

Auch die Martinschule hat sich dazu entschieden, an dem Projekt teilzunehmen, um langfristig  bei Kindern, Lehrern, Hausmeistern und Eltern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie man in der Schule und im Haushalt Energie sparen und somit seine Umwelt nachhaltig schützen kann. Die Projektphase wird zunächst bis zum 30.04.2021 laufen. Die Martinschule wird in diesem Zeitraum von dem Energiebüro in Bielefeld und der Stadt Ahlen begleitet, um das Projekt „Energiesparen macht Schule“ erfolgreich umzusetzen.

Am 19.09.2017 fand zunächst die Einführungsveranstaltung mit dem Bielefelder „e&u energiebüro“ und den teilnehmenden Schulen/Kitas statt, bei dem das Projekt und die geplanten Aktionen genau vorgestellt wurden. Die Presse berichtete.

Nach der Einführungsveranstaltung machte sich die Martinschule daran, die ersten Tipps des Energiebüros umzusetzen.

So wurden natürlich zuerst die „Hauptakteure“, also die Kinder in den Klassen über das Projekt „Energiesparen macht Schule“ informiert. Die Klassenzimmer wurden mit Materialien, die vom Bielefelder „e&u energiebüro“ zur Verfügung gestellt wurden, ausgestattet. Es entwickelten sich erste Gespräche unter den Kindern, wie an der Martinschule Energie gespart werden kann.

Das Plakat zeigt, wie in der Schule Energie gespart werden kann. Alle Kinder und Lehrer helfen von nun an mit!

      

Aufkleber in den Klassen erinnern die Kinder daran, effektiv und nachhaltig Energie zu sparen.

Nachdem nun alle Klassenzimmer von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und -lehrern mit Materialien ausgestattet wurden, wurden in den Klassen sogenannte „Energiemanager“ bestimmt, die in den jeweiligen Jahrgängen die Aufgabe haben, das Thema „Energie“ besonders in den Blick zu nehmen. Sogar die Erst- und Zweitklässler machen schon mit!

Wie hier am Beispiel der Klasse 3b gezeigt, haben Kinder bestimmte Klassendienste, denen sie für einen gewissen Zeitraum nachgehen.

Zwei Kinder kümmern sich beispielsweise darum, das Licht im Klassenraum an- und auszuschalten, wenn es erforderlich ist. Ist die Klasse gerade nicht im Raum (wenn sich die Kinder zum Beispiel in der Sporthalle, im Musikraum oder auf dem Pausenhof etc. aufhalten), schalten sie, um Energie zu sparen, das Licht aus. Auch nach Unterrichtsschluss kümmern sich die beiden „Lichtmanager“ darum, dass im Klassenzimmer keine unnötige Energie verschwendet wird. Ist der Unterricht aus, wird das Licht ausgeknipst. Ist doch logo!

Zwei weitere Kinder kümmern sich um die Fenster im Klassenraum. Gibt die im Klassenzimmer fest integrierte CO2-Ampel das Signal, dass die Luft im Raum schlecht ist, stellen die beiden „Fenstermanager“ im Sinne des „Stoßlüftens“ alle Fenster auf Kipp und öffnen die Tür zum Schulflur, so dass frische Luft in den Klassenraum ziehen kann.

Die CO2-Ampel zeigt die Luftgüte im Klassenraum an. Leuchtet sie rot, gibt sie einen Signalton ab. Jetzt sind unsere „Fenstermanager“ gefragt, die sofort für bessere Luft im Klassenzimmer sorgen.

  

Die Bilder zeigen, wie das Anzeigen der Dienste der „Energiemanager“ auf unterschiedliche Weise in den Klassenräumen umgesetzt wurden. Piktogramme helfen dabei, dass sich die Schüler an ihren Dienst erinnern.

In einigen Jahrgängen wurden auch Kinder ausgewählt, die dafür sorgen, dass Stecker (beispielsweise vom CD-Player) ausgestöpselt werden, wenn diese Geräte gerade nicht in Benutzung sind. Auch dies spart Strom und somit Energie!

Geräte, die an die Steckdose eingeschaltet werden, ziehen Strom -auch, wenn sie gerade nicht in Betrieb sind-. Unsere Kinder wissen nun: Der Stecker muss raus!

In einem weiteren Schritt, innerhalb einer „Energiekonferenz“, überlegten die Kinder des dritten Jahrgangs gemeinsam mit dem Hausmeister, wie man zusätzlich an der Martinschule Strom und somit Energie sparen kann. Sie kamen dabei auf die Idee, die Lichtschalter der Klassenräume zu beschriften, die neben dem Klassenzimmer auch über einen Nebenraum verfügen. Den Kindern war aufgefallen, dass das Licht des Nebenraums manchmal den ganzen Tag an war, obwohl der Raum gar nicht genutzt wurde. Außerdem war vielen Kindern gar nicht klar, welcher Schalter für welchen Raum „zuständig“ ist. Gemeinsam mit dem Hausmeister beschrifteten die Kinder daher die Lichtschalter.

Am Montag, dem 16. April machte ein Schüler aus der Klasse 3b eine interessante Entdeckung: Die Frage des Knobelkalenders, von dem die Kinder jeden Tag im Klassenverband ein neues Blatt mit einer spannenden Wissensfrage vorlesen, thematisierte das Thema „Energiesparen“.

Für die Kinder der Klasse 3b war es diesmal nicht schwer, die Frage des Kalenders zu beantworten, da sie sich bereits gut mit dem Thema „Energie“ auskennen.

Die 3. Jahrgänge freuen sich nun besonders auf das anstehende Thema „Licht, Strom und Energie“, welches sie ab Ende April/Anfang Mai im Sachunterricht ausführlich behandeln werden. Die Neuigkeiten können dann wie immer hier auf dieser Seite nachgelesen werden!


Am 02.05.18 und am 07.05.18 bekamen die dritten Jahrgänge der Martinschule Besuch vom Energiebüro in Bielefeld. Zwei Mitarbeiterinnen des Energiebüros zeigten unseren interessierten Schülerinnen und Schülern in einer Doppelstunde auf anschauliche Weise, wie Strom erzeugt wird, wo Strom in der Schule und im Haushalt gebraucht wird, und wie Energie effektiv gespart werden kann.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für diese kurzweilige, spannende Unterrichtseinheit bedanken, die allen sehr viel Spaß gemacht hat!

An einem Modell zeigte die Mitarbeiterin vom Energiebüro in Bielefeld den Kindern, wie auf der Erde schlechte Luft (CO2) entsteht und was passiert, wenn die Luft dauerhaft verschmutzt wird.

Die Bilder zeigen, auf welche Weise Strom erzeugt werden kann, sowie die Konsequenzen des Klimawandels.

Mit dieser Zeichnung wird den Kindern verdeutlicht, wie eine Heizung in einem Haus/ in der Schule funktioniert.

   Mit einem „Lüftungsmodell“ zeigte die Mitarbeiterin des Energiebüros, was passiert, wenn man einen Raum nicht richtig lüftet. Die Kinder staunten, wie schnell sich der kleine Modell-Raum mit schlechter Lüft füllte. Zum Glück sorgten offene Fenster und Türen schnell wieder für bessere Luft!

Zum Schluss überlegten die Kinder, welche Regeln für das Sparen von Energie an der Martinschule besonders von Bedeutung sind.

Diese Regeln sortierten die Schülerinnen und Schüler in einer Folgestunde im Sachunterricht. Eine Kleingruppe gestaltete daraus ein Plakat, welches nun -für alle sichtbar- im Klassenraum hängt.

 

  

 

Im Mai führten die Schüler des dritten Jahrgangs nun auch einen „Temperaturmessdienst“ ein. Zwei Schüler messen an jedem Schultag zu bestimmten Uhrzeiten mit einem digitalen Temperaturmessgerät sowohl die Außentemperatur als auch die Innentemperatur verschiedener Räumlichkeiten. Dabei stellten die Schüler fest, dass es, je nach Uhrzeit und Bedingung, ganz schöne Temperaturschwankungen gibt. Morgens ist der Klassenraum beispielsweise noch angenehm „kühl“, während die Temperatur sofort ansteigt, sobald sich der Raum mit 28 Kindern füllt.

Außerdem haben die heißen Sommertemperaturen dem Klassenraum ganz schön zugesetzt. Teilweise zeigte das Thermometer über 25 Grad an.

Das digitale Temperaturmessgerät hat uns, neben anderen Messgeräten, freundlicherweise das Energiebüro Bielefeld zur Verfügung gestellt. Wir konnten den Koffer ganz bequem bei der Stadt in Ahlen abholen.

Die beiden Schüler arbeiten Hand in Hand. Ein Schüler misst mit dem Messgerät die Temperatur im Klassenraum, ein anderer Schüler notiert die Temperatur in einer Liste, um später Werte miteinander zu vergleichen und eventuelle Schlüsse daraus zu ziehen.

Wir bauen Stromkreise

Hier bauen unsere fleißigen Energiedetektive Stromkreise mit Flachbatterien und Drähten, und bringen damit eine kleine Glühbirne zum Leuchten.

In Kleingruppen wird mit Fingerspitzengefühl experimentiert und beobachtet. Die Ergebnisse notieren die Kinder in ihrem Forschertagebuch.